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Betzinger Hocketse

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Betzinger Hocketse
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Sonntagsgedicht

Uf d'r Nebabah!

1. berfllt

"Sia, Herr Frschtand, Donnerwetter,
ischt des et a ************
In deam ganza Bommelzgle
ischt koi oizigs Pltzle frei.

Waga, Trittbrett, Stiaga, Puffer,
berall isch g'wuslet voll,
saget Sia mir no geflligscht,
mo i mi platziera soll.

Des send Zuaschtnd, heiligs, siedigs,
uf der Heckabeerlesbah!
Hent'r blo so wenig Wga,
henket Kenderwga-n-a"!

"Send Se no et gar so hitzig,
Herr, miar knnet nex d'rfr-
des send gar et z'wenig Wga,
des send blo z'viel Passaschier."

2. A kleine Verspteng

"Henta fertig!" schreit d'r Schaffner-
's Zgle hot an Schnaufer dau,
hot no gottsalmchtig pfiffa-
so, jetzt ka mr's laufa lau.

"Oha!" brllt von weitem oiner,
und a Karra rasslet rei,
"mir met no a sau verlada,
dui mue heut no z'Stuegert sei.

Vorwrts! et lang gota Morga,
machet doch da Waga auf!
So, jetzt nemm i d'Sau am Kraga,
und ihr lupfets henta nauf."

Doch dem Viech isch gar et wichtig,
's Fahra uf d'r Neababah.'
und se macht en Satz vom Waga,
sprngt d'rvo', so schnell se ka.

Guck, des Lompatier, des narret,
lauft en Flecka wieder nei,
und sechs starke Mnner rennet
wia sechs Teufel henta drei'.

' sischt a Viertelstond verganga,
bis se's wieder eigfanga hent,
jerum, wia-a dia Manna schwitzet-
so a sau hot Temperament.

's Zgle wartet ganz geduldig,
maulet tent blo Passaschier-
dia, mo d'Sachlag glei erfasset,
holet sich en Hafa Bier.

D'Sau mue schlielich doch en Waga,
Prgel hot se gnueg vertwischt,
und m'r sieht dia blaue Mler
z'Stuegert, wenn se g'gmetzget ischt.

"Henta fertig!" brllt d'r Schaffner-
's Zgle hot en Pfuzger dau-
mit'ra halba Stond Verspteng
ka m'r's endlich laufa lau.

3. A Verkehrshindernis

Holla, mittla uf d'r Strecke
bleit uf oimaol's Zgle schtau,
hot no gottsallmchtig pfiffa
und en arger Rompler dau.

Etlich Dickkpf bocklet zema-
Herr, des ischt a Schrecka gwea!
Gucket, wia d'r Hoizer fuchtlet,
do ischt gwi a O'glck g'scheha!

d'Mannsleut weret bla und blsser,
d'Kender brllet mordio,
Weiber fallet drei en Oh'macht,
und a Dachshond rennt d'drvo'.

Neamer will em Zug mai bleiba,
lles druckt em Ausgang zua,
z'mol schreit oiner ganz d'rvorna:
"Uf em Bah'damm stoht a Kuah!"

's geit no mancherloi Debatta,
bis a jeder Fahrgascht woi:
's Zgle ka et weiterfahra,
s' stoht a Rendviech uf em Glois.

4. Abschied

D'Frau und d'Kender send em Jammer,
weil d'r Vatter roisa mue,
lle wenket em am Bah'hof
fufzeahamol da letschta Grue.

's Leaba hot er wohl versichert,
denn m'r tuet halt, was m'r ka-
O'glck ber O'glck liest m'r
ll Tag von d'r Eisabah'.

Und's klei Luisle heult"" O Papa,
da grad du verroisa muescht!
Gelt, tua jo fei recht aufpassa,
da du et entglosa tuascht!"


(Lina Sthr)

Re: Sonntagsgedicht

Also i frog me jetzt, was an dem Wort "Sch..lamperei" schlemm dro isch.

Re: Sonntagsgedicht

Da kann nix Schlimmes dran sein - bei den allermeisten gehrts sowieso zur persnlichen Note